Immobilienvermögen rechtzeitig an die Kinder übertragen

BadmannImmobilienvermögen rechtzeitig an die Kinder übertragen

Die Erwartung, dass zukünftige Regierungen angesichts der gestiegenen Staatsschulden an der erbschaftsteuerlichen Stellschraube drehen werden, ist durchaus realistisch.

Fangen Sie deshalb jetzt an, Immobilienvermögen auf Ihre Kinder zu übertragen.

In den Landkreisen Starnberg, Weilheim, Landsberg sind die Grundstückspreise in acht Jahren von 2012 bis 2020 um durchschnittlich 100 % gestiegen.

Das bedeutet, dass z. B. ein Zweifamilienhaus in Söcking mit 800 m² Grund im Jahr 2012 noch für 700.000,00 EUR erworben werden konnte. Jetzt liegt der Kaufpreis bei ca. 1,5 Mio., die Immobilienpreise werden auch in Zukunft steigen. Wenn bei einer Standardfamilie mit zwei Kindern vor acht Jahren die gegenseitige Erbeinsetzung der Eltern mit den Kindern als Schlusserben (Berliner Testament) noch keine erbschaftsteuerlichen Folgen für die Kinder hatte, fällt jetzt bei den Kindern trotz eines Freibetrages von jeweils 400.000,00 EUR eine Erbschaftsteuer von jeweils 52.500,00 EUR an.

Durch Beteiligung der Kinder am Immobilienvermögen im ersten Erbfall lässt sich der Steueranfall vermeiden. Die Eltern, die Immobiliarvermögen auf die Kinder übertragen, müssen aber abgesichert werden, damit sie weiterhin uneingeschränkt die Immobilie nutzen können: der Zugriff von potentiellen Gläubigern der beschenkten Kinder auf das übertragene Vermögen muss - und kann - verhindert werden.

Bringen Sie zur Erstberatung alle wichtigen Urkunden wie Grundbuchauszug, Lageplan und Ehevertrag – sofern einer geschlossen wurde – mit.

Auch wenn Sie die Beratung in der Zweigstelle in Tutzing wünschen, melden Sie sich bitte unter der zentralen Rufnummer: 08856-92 91 0.

Autor Robert Badmann ist Fachanwalt für Erbrecht und Steuerberater und steht unter der E-Mail-Adresse kanzlei@ra-stb-partner.com für einzelne Verständnisfragen gerne zur Verfügung.