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Schenken & Vererben | Januar 2020

BadmannFragestellungen rund um den Erbfall
Teil 4 – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

8. Kontrollmöglichkeiten der anderen Miterben durch eigenes Auskunftsrecht

Jeder Miterbe hat jederzeit die Möglichkeit, selbst bei den Vermögensverwahrern Auskunft über die Nachlasswerte einzuholen.

a) Bankmeldung an das Erbschaftsteuerfinanzamt

In aller Regel sollte ein Jahresabschluss der ein oder zwei Jahre vor dem Erbfall liegt und eine Meldung der Bank nach § 33 ErbStG an das Erbschaftsteuerfianzamt bei den Banken angefordert werden.

b) Lückenlose Kontoauszüge der letzten 10 Jahre

Nur wenn sich ein größerer Vermögensschwund der sich nicht durch Pflegeaufwendungen erklären lässt gegeben ist, sind die Kontoauszüge rückwirkend bis zu zehn Jahre anzufordern und durchzuarbeiten.

9. Schadensersatzanspruch gegen den Bevollmächtigten

Hat sich der Bevollmächtigte schon zu Lebzeiten des Vollmachtgebers selbst am Vermögen des Erblassers bedient, so besteht sowohl ein schuldrechtlicher Rückforderungsanspruch als auch ein strafrechtlich relevantes Verhalten.

Der Autor Robert Badmann ist Fachanwalt für Erbrecht und Steuerberater und steht unter der E-Mail-Adresse info@kanzlei-badmann.de für einzelne Verständnisfragen gerne zur Verfügung.