Alpenblick vom Klosterberg

Alpenblick vom Klosterberg Es ist kein Ort paradiesischer Ruhe hier oben am höchsten Punkt des Andechser Klosterberges. Doch gemessen am turbulenten Treiben weiter unten im Bräustüberl oder dem angrenzenden Biergarten ist man doch überrascht, hier ein wenig Auszeit vom Trubel genießen zu können. Und Menschen zu treffen, die schweigen. Schweigen und genießen können. Wie das junge Paar, das Arm in Arm am Geländer lehnt oder den Radfahrer, der den Klosterberg heraufgestrampelt ist, sich durch Unmengen an Fußgängern gequält hat, den steilen Aufschwung zur Klosterkirche geschafft hat und etwas atemlos, aber glücklich über seine gelungene Etappe mit nur drei Menschen neben sich den Blick schweifen lässt.

In der Abendsonne dieses ersten Sommertages seit langem zeigt sich wieder die abwechslungsreiche Schönheit dieser Gegend. Die Sicht reicht über die Häuser von Erling weiter auf die Gebirgskette. Für diese Weite braucht es keine Worte mehr. Längst haben wir auch schon vom lauten Durcheinander der Stimmen der Bier trinkenden Gäste, dem Klirren der Maßkrüge und dem Gedränge am Ausschank abgeschaltet und freuen uns stattdessen, dass an diesem Aussichtspunkt die Büsche zurückgeschnitten worden sind und dieser weite Blick wieder möglich ist.