Neue Schätze im Kaiserin Elisabeth Museum

Aus großen Augen blickt sie ernsthaft in die Welt. Ein Menschenkind, das das Leben noch vor sich hat. Sieben Jahre alt soll Sisi Sisi-Büstegewesen sein, als diese Büste von ihr geschaffen wurde. Der eigens für das Museum in Possenhofen geschaffene hochwertige Abguss wurde mit modernster Technik hergestellt, die das Material wie kostbaren Marmor wirken lässt. Man kann der kindlichen Herzogin Elisabeth lange in die Augen schauen und darin die künftige Kaiserin von Österreich suchen. 

Nicht minder reizvoll ist eine kleine Skulptur aus Bisquit-Porzellen: Kaiser Franz Josef, frisch verliebt, neigt sich zärtlich zu seiner Braut. In limitierter Stückzahl war die Skultpur zur kaiserlichen Hochzeit geschaffen worden, dieses Exemplar fand seinen Weg nach Griechenland, einem der Traumländer Elisabeths. Hier stand es erst jüngst in Athen zum Verkauf, von wo aus es dank des Trägervereins des Kaiserin-Elisabeth-Museums seinen Weg nach Possenhofen fand. Rosemarie Mann-Stein, Vorsitzende dieses regen Vereins, freut sich sichtlich über diese bemerkenswerten Neuerwerbungen, die nur die Spitze des Eisbergs einer ganzen Reihe von Schätzen sind, die das Museum in letzter Zeit dazu gewinnen konnte.

Viele Neuerwerbungen vom Tanzbüchlein bis zum Trauerfächer

Sisi und Franz Josef Angefangen vom ersten Raum, der ganz der bayerischen Heimat gewidmet ist, wo neben Ziertellern aus dem Maxpalais und kolorierten Radierungen auch Teller des kaiserlichen Reiseservices zu sehen sind. Eine weitere neu erworbene Kostbarkeit findet sich im nächsten Raum: ein von Thronfolger Rudolf und seiner Verlobten Stephanie handsigniertes Hochzeitsbild im originalen Silberrahmen. Daneben handkolorierte Holzschnitte, die unter anderem den verliebten Kaiser zeigen, der in Nussdorf entgegen dem Protokoll seine Verlobte umarmt. Dann die glitzernde Kristallglas-Karaffe aus der Kaiservilla in Ischl, Einzelstücke wie ein Glas aus der Hermesvilla oder ein neu erworbenes Teesieb als Ergänzung zum Teegeschirr aus dem Achilleion, dazu Tanzbüchlein, verschiedene Visitenkarten, auch eine Trauervisitenkarte der Kaiserin, sowie ein von Elisabeths Tochter Marie Valerie eigenhändig bemalter Trauerfächer und zahlreiche Kleinigkeiten, die die sehenswerte Ausstellung immer noch lebendiger machen.

Geöffnet ist das Museum im einstigen königlichen Bahnhof Possenhofen bis 13. Oktober freitags, am Wochenende und an Feiertagen von 12 - 18 Uhr. Unter www.kaiserin-elisabeth-museum-ev.de gibt es weitere Infos, auch für Gruppen. 

Fotos © Kaiserin Elisabeth Museum Possenhofen