Tutzinger Brahmstage

Die 22. Tutzinger Brahmstage mit einem hochkarätigen Programm

Bekanntermaßen verbrachte Johannes Brahms seinen Sommeraufenthalt 1873 in Tutzing am Starnberger See. In dieser Zeit entstanden neben anderen Werken die Haydn Variationen op. 56. Bei der vom Freundeskreis Tutzinger Brahmstage in Kooperation mit den "KunstRäumen am See" von Elisabeth Carr organisierten diesjährigen Konzertreihe gesellen sich zu Werken von Brahms Stücke von Robert und Clara Schumann sowie von Komponisten des 20. Jahrhunderts. Hauptspielstätte ist wiederum Schloss Tutzing, Sitz der Evangelischen Akademie. Das Programm beinhaltet drei Konzerte, einen Liederabend und eine Filmmatinée.

Den Auftakt macht die junge Sopranistin Katharina Konradi mit Liedern von Brahms, darunter einige seiner anrührenden Volkslied-Vertonungen sowie Liedern von Robert und Clara Schuman, begleitet von Professor Eric Schneider am Klavier (13.10.). Der Pianist Florian Uhlig – in Tutzing schon mehrfach zu Gast – und der Geiger Linus Roth spielen Sonaten von Brahms, Mieczyslaw Weinberg und Werke von Maurice Ravel (20.10.). Ein besonderes Schmankerl wird der Kammermusikabend mit dem Niederländer Teunis van der Zwart am Naturhorn und mit Franziska Hölscher (Violine) und Severin von Eckardstein (Klavier) (27.10.). Im Programm haben sie Werke von Brahms und Robert Schumann sowie von György Ligeti. Die Besonderheit des Naturhorns liegt im Fehlen von Ventilen, so dass der Interpret aus der begrenzten Zahl von Tönen aus der Naturtonreihe schöpfen muss. Der besondere Charakter des Instruments war seit der Barockzeit geschätzt und bis in die späte Romantik komponierten oder transponierten Komponisten dafür - auch Johannes Brahms.

Bei "Brahms meets Jazz" mit dem Diogenes Streichquartett und Andreas Kripal am Klavier sowie dem Max Grosch Jazz-Quartett bekommt man beides: bekannte Brahms-Werke im klassischen Original und diese dann in Jazz-Improvisationen neu interpretiert (25.10.). In der Tutzinger Galerie am Rathaus liest die Schauspielerin Franziska Bronnen aus dem Briefwechsel von Johannes Brahms mit Clara Schumann (15.10.). Die georgische Pianistin Ani Takidze interpretiert zwei Klavierstücke aus dem Spätwerk von Johannes Brahms.

Schließlich läuft im Kurtheater Tutzing die Filmdokumentation "Wären nicht die Frauen" von János Darvas, die anlässlich des 100. Todestags von Brahms 1987 entstanden ist (27.10.). Musikalisch Mitwirkende des Films sind die Sänger Peter Schreier und Dietrich Fischer-Dieskau und der Geiger Itzak Perlmann. 22. Tutzinger Brahmstage vom 13. bis 27.10. 2019
Info: www.tutzinger-brahmstage.de Karten: Buchhandlung Held, 08158/8388 und Tourist Information Starnberg, 08151/90600