Starnberger Kulturbahnhof

Was gibt’s Neues (oder Altes) im Starnberger Kulturbahnhof?

Ein Teil der Frühjahrsveranstaltungen werden von den 19. Starnberger Musiktagen bestritten. Noch vor deren offiziellem Beginn ist sicher herausragend die Konzertmatinée mit Kammermusik, interpretiert von Wenn- Sinn Yang (Cello) und Werner Bärtschi (Klavier) (7.4.). Drei Meisterklassenkonzerte während der Musiktage sollten ebenfalls ein musikalischer Genuss für die Zuhörer sein, verbunden mit der Bewunderung für die Leistung der jungen Musiker (24., 25., 26.4; siehe auch Seite 36).

Eine Hommage an Astor Piazzolla spielt das Klaviertrio TriOlé. Der argentinische Bandoneon-Spieler und Komponist, als Begründer des Tango Nuevo, einer Weiterentwicklung des traditionellen Tango Argentino, berühmt geworden, steht im Zentrum dieses Musikabends, aber auch die musikalischen „Influencer“ des Künstlers werden ausgeleuchtet (6.4.). Eine Portugalsuite, interpretiert vom Volker Heuken Sextett entführt die Zuhörer ebenfalls in eine südlich geprägte Musiksphäre, die vom Sentiment des argentinischen Tango oft gar nicht so weit entfernt ist (30.5.). Auf jeden Fall lässt die Musik Urlaubssehnsucht aufkommen!

Eine Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart liefern die Lady Strings (24.5.). Sie wollen musikalisch und literarisch hinter den Menschen Mozart blicken und der Frage nachgehen, was uns heute Mozarts Musik bedeutet.

„Aus Briefen werden Lieder“ ist der Musikabend mit Alois Prinz und Johannes Öllinger überschrieben (10.5.). Briefe anderer Menschen zu lesen ist ja eine zweischneidige Sache, weil ihr Inhalt ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Allerdings hat das Voyeuristische ja durchaus sein Reize, wie bei den Briefen von Paul Celan an Ingeborg Bachmann oder sie sind erschütternd wie jene des inhaftierten Friedrich Bonhoeffer an seine Frau.

Das „Alte“ im Kulturbahnhof ist die Ausstellungsreihe nah – fern, aber natürlich in neuer Auflage. Ab Mai sind Gemälde von Bergen von Stefan Wehmeier und eine Rauminstallation von Johannes Constantinides zu sehen. Das Zusammenspiel von beiden, ergänzend dazu eine Performance über Europa von Erika Schalper, löst ein „ECHO“ aus. (8.5.-2.6.)