Rumpelstilzchen

Kasperl Larifari in "Rumpelstilzchen"

Das Starnberger Marionettentheater gehört zu den richtig Guten seiner Zunft

Im Winter schlägt jedes Jahr die Stunde des kleinsten Theaters im Fünfseenland. In diesem Jahr steht das Märchen "Rumpelstilzchen" der Gebrüder Grimm in einer Bearbeitung von Margit Hofstetter auf dem Spielplan. Regie bei diesem Märchen in 6 Akten, das für Kinder ab 6 Jahren geeignet ist, führt Uwe Mertsch. Diesmal wird der Kasperl Larifari durch das raffinierte Rumpelstilzchen herausgefordert, das auch ihm nicht ganz geheuer ist. Aber der Kasperl ist ja um pfiffige Ideen nicht verlegen und feige ist er auch nicht. So ist eine spannende Geschichte zu erwarten!

Ein Erbe für die Stadt, über das sich schon mehr als eine Generation freut

Dass die Stadt Starnberg in den Besitz des Marionettenthaters kam, liegt am großzügigen Vermächtnis von Arnulf Gnam, einem von Jugend an leidenschaftlichen Marionettenliebhaber. Er sammelte die zauberhaften Spielpuppen, ließ sich viele davon von dem begnadeten Puppenbauer Oskar Paul schnitzen, der selbst Jahrzehnte das Marionettentheater in Bad Tölz leitete. 1985 als Dauerleihgabe, nach seinem Tod drei Jahre später dann als Schenkung, vermachte Gram seine umfangreiche Marionettensammlung der Stadt. Mit ein Grund war die räumliche Nähe zu Ammerland, wo Franz Graf von Pocci seinen Kasperl Larifari ins richtige Leben geholt hat. Bedingung Grams war, dass die Figuren auch wieder auf die Bühne kamen und auch das Werk Poccis dabei nicht zu kurz käme. Zeitgemäß aufgepeppt steht Poccis Hauptfigur, der Kasperl Larifari, ein ebenso hintersinniges wie humorvolles Kerlchen immer im Mittelpunkt. Das Starnberger Marionettentheater hat sich inzwischen einen ebenbürtigen Rang mit den viel älteren Marionettentheatern in München, Bad Tölz und Salzburg erspielt.

Hilfreich für das ehrenamtlich spielende Ensemble ist, dass es seit 15 Jahren einen festen Standort in der Alten Oberschule bekommen hat. In der früheren Villa Bayerlein, in der auch die VHS Starnberg daheim ist, gibt es in dem großen Zuschauerraum eine feste Bühne, Arbeitsplatz und den notwendigen Stauraum.

Aufführungen am 5./6./12./13/19./20./26 und 27.1.