Neuer Akzent in der Kulturlandschaft: Kunstraum Schloss Kempfenhausen

 

Elisabeth Carr bespielt einen weiteren „Kunstraum“: Zwei Jahre wurde Schloss Kempfenhausen aufwändig umgebaut und restauriert. Laut Carr ideal für ihre neue Reihe „schön • jung“, bei der die etablierte „Kulturgestalterin“, wie sie auch schon genannt wurde, jungen Künstlern eine Plattform bietet. Carr versteht es als ihren Auftrag, an die nächste Generation der Kulturschaffenden zu denken: „Junge Künstler haben eine so unverstellte Ausstrahlung, die dem Zuschauer zu Herzen geht, beglücken damit aber auch das ältere gediegene Publikum.“ So baut sie Brücken: zwischen Menschen, Generationen und Orten.

Mit der Seele dabei

Bei der Programmauswahl setzt sie auf künstlerische Qualität, nicht auf Bekanntheit. Mit langjähriger Erfahrung und Intuition erkennt sie die technische Versiertheit eines Künstlers und „ob er auch menschlich erfahrbar und mit seiner Seele dabei ist.“ Denn jede Veranstaltung soll ein Dialog mit dem Publikum werden. Das gelingt auch, nicht zuletzt durch die geringe Distanz zwischen Bühne und Zuhörer. Veranstaltungen fertig einzukaufen ist nicht Carrs Art: „Mainstream muss ich nicht auch noch bedienen.“ Außerdem entstehen bei der Planung neue Ideen: „Das will sich selbst gestalten“.

Gastgeberin Carr liebt das Gespräch und spricht stets eine offene Einladung zum bewussten Verweilen aus, zum Eintauchen in ein Thema und Geschehenlassen. Jeder Kulturabend ist so auch Ausdruck ihrer Persönlichkeit. Das Publikum honoriert diese Echtheit mit Offenheit, der Bereitschaft zum Zuhören und der Beschäftigung mit dem Thema. Das große Vertrauen der Gäste berührt Carr. Mit Beharrlichkeit und Kraft ist sie sich und ihrem Anliegen über all die Jahre treu geblieben. Es macht ihr sichtlich Spaß, „aus dem Füllhorn der schönen Künste schöpfen.“ Ihre „Kunsträume“ sind nicht statisch: „Es ist noch längst nicht alles entdeckt“. Das glaubt man ihr sofort. Info unter www.kunstraeume-am-see.de