Kulturbahnhof Starnberg

Herbst-Kultur im Historischen Bahnhof in Starnberg

Zwei Ausstellungen „nah – fern“ setzen die Reihe fort, dabei verspricht besonders die erste davon unter dem Motto „4 Wände – 1 Zimmer“ einen interessanten Ansatz (noch bis 7.10.). Die in verschiedenen Gattungen ausgebildete und arbeitende Künstlerin Monika Schultes hat auch Kunstgeschichte studiert, was man ihren Kompositionen unbedingt ansieht. In ihrer aktuellen Arbeit bezieht sie sich auf eine ganz persönliche Vertreibung aus dem Paradies: Ihr Familienhaus wird entkernt und abgerissen. Der Künstler Andreas Woller setzt sich ergänzend dazu mit Raum und Interieurs auseinander. Der nicht nur am See bestens bekannte Kabarettist und Musiker Josef Brustmann lässt sich mit seinem hintersinnigen Denken passend auf das Thema „4 Wände -1 Zimmer“ ein.

Vertonte Gedichte prominenter Poeten

Ein sehr interessanter Abend dürfte die Vorstellung von zwei Altmeistern ihres Genres unter dem Titel „Die Würde des Schmerzes“ werden (28.9.). Thomas Kraft, selbst Schriftsteller unter anderem, erzählt unterhaltsam und spannend aus den Werken der Dichter Federico Garcia Lorca und Leonard Cohen (!), der Gitarrist Ricardo Volkert interpretiert die Lieder, die Cohen aus der Inspiration durch die Gedichte des andalusischen Poeten zog. Cohen war in einem Antiquariat zufällig auf einen Band mit ausgewählten Gedichten Lorcas gestoßen.

Ebenfalls einen literarisch-musikalischen Abend geben Anatol Regnier und Julia von Miller, an dem sie über „Die Liebe als einem seltsames Spiel“ räsonieren (15.12.). Regnier hat die Texte und Gedichte über die Liebe von Goethe bis Kästner, von Brecht bis Schnitzler, von Heinz Erhard bis Cornelia Froboess ausgewählt und wird sie zusammen mit der vielseitigen Künstlerin Julia von Miller vortragen.

Neue Volksmusik, Folk und Latin Music eint gemeinsame Wurzeln

Einfach gute Musik macht ohne Frage Monika Drasch mit ihrem Quartett. Die Neue Volksmusik, die sie maßgeblich mit auf den Weg gebracht hat, rückt diesmal die Musiklandschaft der böhmische Grenze ins Blickfeld (5.10.). Auch das Akustik-Duo Südsaitn bewegt sich bevorzugt in den Genres Folk und alpenländisch anmutenden Klängen, ebenso gern aber sind Jazz und Latinmusic im Programm. „Next step dahoam“ heisst ihr neues Programm, das sie aus einem Instrumentenmix aus Harfe, Hackbrett, Gitarre, Handpan und Gesang mit bayerischer Lyrik bestreiten (16.11.). Mit Rock, Folk und Jazzmusik wartet auch die Musikschule Starnberg auf (7.12.).

Für das sehr jugendliche Publikum steht ein spannendes Inuit Märchen auf dem Programm, inszeniert und gespielt vom Theater Couturier (19.10.). Zwei mutige Waisenkinder ziehen aus, um ihr Dorf vor dem Verhungern zu retten, was eine gefährliche Reise durch das Nordmeer und ins Meer hinab erforderlich macht.

Karten: 08151/90600

Info: www.starnberg.de/kultur-freizeit/kulturbahnhof