Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“ Das Zitat aus dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse gilt natürlich auch für den Beginn eines neuen Jahres. Niemand weiß, was es bringen wird, weder ob es ein besonders erfüllendes werden wird, noch ob es voller Unglück und Leid sein wird. Die Ungewissheit zu ertragen, hilft uns der Zauber – gemeint sind die Hoffnung und die Vorfreude darauf.

Gleich am Tag nach Neujahr findet in der Starnberger Schlossberghalle das Eröffnungskonzert der Musikferien für den Nachwuchs mit Julia Fischer (Geige), Daniel Müller-Schott (Cello) und Kirill Trousson (Geige) statt (2.1.). Und dann geht’s auch schon in die Vollen, was den Fasching anlangt, der ja heuer bis in den März dauert. Der Krönungsball des Pöckinger Faschingsclubs macht den Auftakt mit der Showband „Basement“ in der herausgeputzten Pöckinger Turnhalle (12.1.). Eine Woche später folgt ebendort der Schwarz-Weiß-Ball mit der Partyband „Let’s Dance“ (19.1.). Beide Bälle erfordern Abendgarderobe, wohingegen die berühmte Redoute des Starnberger Trachtenvereins in diesem Jahr „venezianisch“ daherkommt und entsprechende Kostümierung verlangt (26.1.).

Wer Lust auf eine sehr spezielle Jazzformation hat, kommt vermutlich im Bürgersaal im Rathaus Feldafing auf seine Kosten, wenn mit Jin Jim eine Gruppierung zu Gast ist, die der Norddeutsche Rundfunk als „absolute Senkrechtstarter Band in der deutschen Jazzszene“ bezeichnet hat (12.1.). Im Rahmen von Jazz am See verweben Gitarrist Johann May, Bassist Ben Tai Trawinski und Schlagzeuger Nico Stallmann und Daniel Manrique-Smith mit seiner Flöte Jazzstandards mit lateinamerikanischen Rhythmen.

In Schloss Seefeld präsentiert die Gruppe Quadro Nuevo ihr „Flying Carpet“ – Programm, mit dem sie ja auch schon anderweitig im Fünfseenland präsent waren (13.1.). Wer also noch keine Gelegenheit hatte, dieses aus gutem Grund mehrfach ECHO-gekrönte Ensemble mit seinem musikalisch-fliegenden Teppich auf einer Reise um die Welt zu erleben, sollte hingehen. Der Kulturverein Herrsching hat für das erste Konzert des Jahres den Gitarristen Johannes Öllinger ins Kurparkschlösschen eingeladen (20.1.). Der junge Musiker, 2017 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet, spielt in einer Bearbeitung drei Suiten von J. S. Bach, die eigentlich für Cello komponiert sind.

Und schließlich noch eine Empfehlung für den Klassiker der Klassiker: "Faust. Der Tragödie erster Teil“ von Johann Wolfgang von Goethe, in einer Inszenierung des Theaters der Altmark im Gautinger bosco (29.1.). Sollten Sie keine Karten mehr dafür bekommen, dann wäre das eine Empfehlung für das hervorragende Theaterabonnement des bosco, das durchweg ausgezeichnete Inszenierungen auf seine Bühne holt.

Wir wünschen ein gesundes, erfülltes und schließlich Gutes 2019. Ihr Team von FünfSeenLand aktuell