Ausprobiert: Stand Up Paddling

Ich habe mich entschieden: Ich muss nicht alles selbst ausprobieren. Fasziniert blicke ich vom Ufer auf eine „Wasserläuferin“. Auf einem Surfbrett stehend bewegt sich die Frau auf mich zu. Elegant und kraftvoll zieht sie das lange Paddel durch das Wasser. Stand Up Paddling (SUP) ist der neue Trendsport aus den USA. Ursprünglich eine praktische Fortbewegungsmethode polynesischer Fischer, haben es hawaiianische Surflehrer weiter perfektioniert und eine neue Sportart entwickelt, die nun auch nach Deutschland geschwappt ist. Die Paddlerin heißt Kira und ist jetzt am Ufer angekommen: „Ein super Training ist das! Sämtliche Muskelpartien werden gelenkschonend trainiert. Es verbrennt richtig Kalorien und macht riesigen Spaß. Unabhängig von Wind und Wetter bin ich auch noch“, schwärmt sie.

SUP-Basics in Tutzing

2013 04 StandUpPaddling thumb Das Ganze sah ziemlich wackelig aus, finde ich. Kira lacht: „Anfangs war es schon schwierig, auf dem Brett erst einmal zum Stehen zu kommen. Aber wir haben im flachen Wasser geübt. Alles eine Frage der Balance und die kommt mit der Zeit. Die Technik ist nicht schwer. Füße parallel, Knie leicht gebeugt, Paddel weit vorne eintauchen und am Board vorbeiziehen. Am besten macht man einen Einsteigerkurs, da bekommt man die besten Tipps.“ „SUP-Basics“ heißt diese zweistündige Lektion beim SURF & SEGEL Center in Tutzing, dem ersten SUP-Center am Starnberger See. Anfänger lernen die Handhabung von Brett und Paddel, das Aufstehen und die ersten Fahr-Manöver. Dann geht das freie Paddeln los. „Ein guter Schwimmer sollte man allerdings schon sein“, schränkt Kira ein, denn gerade am Anfang lande man doch öfters im Wasser. Paddler, die schon etwas mehr Training, Erfahrung und Mut haben, wagen sich auch in fließende Gewässer oder gar in Wildwasser. „Noch nichts für mich, ich habe genug Freude am Starnberger See“, meint Kira. Spricht’s und gleitet rasch auf dem Brett zurück in den See.