Ausprobiert: Pedelec gegen „Normalbike“

Es war ein Friedensangebot. Eine gemeinsame Tour, die für beide passt. Ich liebe zügiges Fahren und lange Strecken mit meinem Bike, das für alle Wege gerüstet ist. Mit dem man auch um die Welt fahren kann. Schweizer Qualität. Mehr Mountainbike als Trekkingrad. Hervorragende Laufeigenschaften. Mein Gegenüber fährt ein Pedelec, Typ Flyer. Ebenfalls Schweizer Herkunft. Der Elektromotor greift nur unterstützend ein, wenn auch in die Pedale getreten wird. Bergauf zum Beispiel oder bei Gegenwind. Denn man hat durch den Motor eine Art eingebauten Rückenwind.

Das erste Duell erleben wir in Leutstetten, wo es bergauf über die Endmoränen geht. Ich kenne die Strecke und sie wird hügelig bleiben. Die beiden Schweizer sind gleichauf, ich trete in die Pedale, ein leichtes Schnurren verrät mir, dass nebenan der Elektromotor gerade auf erster Stufe seine Leistung zur Tretkraft hinzu gibt. Ein Blick zur Seite – der Fahrer lächelt. Ich auch. Es passt.

Mit Rückenwind unterwegs

So bleibt es auch bei den nächsten Steigungen. Wir legen ein gutes Tempo vor.

Dann der ultimative Test in der Ebene. Tempo machen durch Erhöhen der Tretfrequenz, hinaufschalten, bis ein sportliches Tempo erreicht ist, das gerade noch gut durchgehalten werden kann. Na? Das Schnurren des Pedelecs kommt näher, jetzt wohl auf höchster Stufe. Lässig zieht es an mir vorbei – und ist nur noch von hinten zu sehen. Der Fahrer lächtelte. Ich versuche es auch.

Wer das Fahrvergnügen der „sanften Mobilität in der Region“ ausprobieren möchte, kann sich an verschiedenen Stationen ein Pedelec ausleihen. So etwa im Hotel Schloss Berg, beim Biohotel Schlossgut Oberambach, im Akzent-Hotel Alte Linde in Wieling, im Golfhotel Kaiserin Elisabeth und bei der Gemeinde in Feldafing, im Gästehaus Florianshof in Wörthsee, beim Tourismusverband Starnberger Fünf-Seen-Land und bei der Tourismusförderung Wörthsee.