Ausprobiert: Minigolf im Abendlicht

Minigolf im AbendlichtVolle Konzentration, Ball fixieren, durchatmen und abschlagen. Fünf Stationen sind schon geschafft, aber die Führung beim Familienmatch droht zu schwinden. Der Ball rollt und rollt – am Loch vorbei. Zweiter Schlag, diesmal vorsichtiger. Erleichterung, er ist drin. Es ist ein Kampf voll spielerischen Ehrgeizes. Vor uns kämpfen zwei Freunde mit der „Doppelwelle“, aber die Kugel kommt vom zweiten Hügel zurück gerollt. Zu wenig Schwung. Gelächter: „Mei, des wara ganz a braver Schlag, so a kloans Verreckerl…“.

Minigolf ist vor allem ein heiteres Spiel für jedes Alter. Nebenan will sich der richtige Spieleifer jedoch gerade nicht entwickeln. Wissenschaftliche Diskussionen über den richtigen Einschusswinkel im gezackten „Blitz“ führen auch nicht zum Erfolg, sondern zu einem enttäuschten Aufstöhnen des Vaters. Dann schlägt die kleine Tochter, ohne lange nachzudenken. Die Kugel trifft mehrfach die Bande und landet nahe am Zielloch. „Hau einfach drauf!“ - diese Aufforderung setzt die Mutter beim „Netz“, der nächsten Station, erfolgreich um. Minigolf macht auch ihr sichtlich Spaß. Wer sich wie an der Andechser Anlage über die „Pyramide“, den „Vulkan“, den „Looping“ oder die „Schräge“ arbeitet, entwickelt eine Menge Ehrgeiz und Spielfreude, denn bei vielen Stationen kann man von den Kindern lernen, mit Unbefangenheit in Führung zu gehen. Der Bahnrekord wird übrigens derzeit von einem zwölfjährigen Jungen gehalten.

Weitere Minigolfanlagen befinden sich in Dießen in den Seeanlagen, in Herrsching in der Summerstraße, in Stegen hinter der Schiffstation und in Tutzing beim Südbad.