Mandarinenten - Exoten in Bayern

MandarinentenMit einem auffällig bunten Gefieder sitzt das Männchen im seichten Uferbereich der Würm und wartet. Ein ungewöhnlicher Anblick, diese Mandarinente. Zwei aufrecht stehende orangefarbene Segelfedern, kastanienbraune Kopf- und Backenfedern und ein stahlgrün und goldgelb gefärbtes Prachtkleid mit auffälligen Querstreifen machen diese Entenart zu einem echten Exoten. Das Weibchen dagegen ist schlichtgrau. Die Mandarinente stammt ursprünglich aus Ostasien und wurde durch den Handel nach Europa gebracht. Sie gilt damit als Neozoon, das heißt als zoologischer Neubürger in unseren Breiten. Schon 1775 wurden Mandarinenten in England als Ziergeflügel in Menagerien und Tiergärten gehalten. Der europäische Bestand wird derzeit auf etwa 7000 Tiere geschätzt.

Mandarinenten sind ausgezeichnete Flieger und bewegen sich sicher durch Baumkronen und Geäst. Sie legen aber auch größere Strecken zurück. Sie ernähren sich vorwiegend pflanzlich und haben als Baumhöhlenbrüter eine weitgehend freie ökologische Nische besetzt.