Ausprobiert! Freizeitaktivitäten für Sie getestet

HochseilgartenNervenkitzel im Hochseilgarten Utting

Der Klettergurt liegt ausgebreitet vor mir auf dem Boden. Hineinsteigen, alles festzurren, Helm auf und schon bin ich bereit für die erste Tour auf dem ungewöhnlichen Piratenschiff namens „Wilde Gretl“ im Uttinger Freizeitgelände. Doch bevor ich Luft unter den Füßen zu spüren bekomme, wird im kleinen Übungsparcours das korrekte Einhängen der Karabiner und Rollen geübt sowie das Abklettern im Seilgeflecht. Kein Problem für eine Bergsteigerin, aber wichtiger Bestandteil vor jeder Tour und zugleich Ausdruck, wie ernst hier die Erfüllung der Sicherheits-Vorgaben des TÜV, der ERCA und der EU-Norm genommen wird. Schließlich hat die Anlage als eine von nur sehr wenigen in Europa alle drei wichtigen Normprüfungen bestanden, was den Bau, die Ausrüstung und die Trainerausbildung angeht. Drei Stunden kann ich nach dieser Einführung nun auf drei Etagen übereinander klettern und dabei die verschiedensten Aufgaben bewältigen.

Kletteraufgaben auf dem Piratenschiff

An der Plattform wird die Sicherung ordentlich eingehängt. Als eine der ersten Aufgaben wartet ein dünnes, straff gespanntes Stahlseil. Etwas Halt bieten verschieden lange Seilstücke, die ich nach und nach ergreife. Durch eine schwankende Röhre aus Holz krabbele ich weiter zur nächsten Plattform. Schön ist es hier oben! Ein Skateboard bringt mich in rascher Fahrt zum nächsten Mast, von wo aus ich mich über ein riesiges Spinnennetz aus dicken Tauen hangele. Erinnerungen an Spielplatzerlebnisse sind da nahe liegend. Die Rolle und die Karabiner eingehängt und schon geht die Seilbahnfahrt gut gesichert hinab zum nächsten Netz, von dem aus ich dann wieder gleich auf dem Boden stehe. Mehr! Also, auf zur nächsten Tour. Ich schließe mich zwei kletterbegeisterten Jugendlichen an, die älter als 13 Jahre sind und daher ohne Betreuer unterwegs sein dürfen. Jedes Einklicken des Karabiners wird dem Kletterpartner zugerufen, so erfolgt dieser im Zweifelsfall lebenswichtige Handgriff bewusst und mit der nötigen Ruhe. Diesmal machen uns versetzt angeordnete Balken das Weiterkommen schwer, aber die nächste Plattform ist erreicht, an der die Sicherung gleich eingehängt wird.

Luft unter den Sohlen

Inzwischen sind wir in sehr luftiger Höhe angekommen. Triangelförmige Fußtritte an schaukelnden Seilen entwickeln ein etwas bewegtes Eigenleben. Es erfordert Konzentration, den Schuh richtig zu platzieren. Dagegen ist die schaukelnde Brücke fast ein Kinderspiel. Nun sind wir ganz oben und verstehen langsam, wie sich wohl Seeleute beim Bergen der Segel in diesen Höhen fühlen. Hier warten lange, glatt geschliffene Fichtenstämme mit Holzfußrasten auf uns. Man muss nur von einem zum anderen kommen mit beherztem Griff und hinüber treten. Ja, ganz einfach! Als Belohnung dürfen wir uns - gut gesichert – aus der Sitzposition in den Klettergurt fallen lassen und werden über eine Seilwinde sicher vom Trainer wieder auf dem Kiesboden abgesetzt. Ab zur dritten Runde? Es gibt auf der „Wilden Gretl“ noch so tolle Aufgaben zu bewältigen. Nein, erst mal eine kleine Pause mit Erfrischung. Und dann weiter...

Information unter www.hochseilgarten-ammersee.de oder Telefon 08806 – 9234920.