BUND Naturschutz: „Wilde Pflanzen vor der Tür“

BUND Naturschutz:
„Wilde Pflanzen vor der Tür“
Fenster-Ausstellung bis 6. Juni in Wartaweil

„Es ist ein großer Frevel an der Natur, die wildwachsenden Blumen als Unkraut zu bezeichnen.“ (Johannes Scherr).

Lassen Sie sich inspirieren durch die BUND Naturschutz-Fenster-Ausstellung „Wilde Pflanzen vor der Tür“ im Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil, Seminarhaus und lernen Sie die Ruderalpflanzen zu schätzen und zu genießen.

In unserer meist bis auf den letzten Quadratmeter genutzten Landschaft werden die Lebensräume für Wildpflanzen immer kleiner. „Wilde Ecken“ in Dörfern und Städten gewinnen damit als Rückzugsgebiete zunehmend an Bedeutung. Straßen- und Wegränder, Mauern und Zäune, offene Böden, Schuttplätze oder Brachflächen bieten dort einer ganzen Reihe besonders anpassungsfähiger Pflanzen gute Lebensbedingungen. Diese „Ruderalpflanzen“ sind kein „Unkraut“, sondern Multitalente! Sie besiedeln vom Menschen geschaffene, aber nicht genutzte Standorte - sogenannte Ruderalstellen (vom lateinischen „Rudus“ = Schutt, Mörtel). Das Dulden „wilder Gesellen“ ist keineswegs ein Zeichen von Nachlässigkeit. Der Natur eine Chance geben, heißt Mut zu einer vielfältigen natürlichen Ästhetik aufzubringen statt mit einem monotonen Rasen langweiligen Schönheitsvorstellungen zu folgen.

Ruderalpflanzen sind gut für Mensch und Tier:
Pflanzen im Siedlungsbereich binden Staub und schützen offene Böden vor Austrocknung und Erosion. Wildpflanzen begleiten uns als Teil der Stadtnatur durchs Jahr. Mit ihrer Farbenpracht und Formenvielfalt sind Ruderalpflanzen auch optisch ein Genuss!
Die trocken-warmen Ruderalflächen mit ihrer Pflanzenvielfalt sind damit ein Paradies für insektenfressende Tierarten wie z.B. Spinnen, Fledermäuse, Spitzmäuse, Eidechsen oder viele Vögel.

Zu der Ausstellung findet am 11.05.21 ein Umweltbildungs-Webinar rund um Wildkräuter und welche wichtige Rolle diese „Unkräuter“ für Mensch und Tier spielen. Anhand der BN Ausstellung gleichen Namens werden Naturerlebnisspiele, Bastelaktionen, Literatur und vieles mehr vorgestellt. Eine Fundgrube für Umweltbildner und Interessierte an der Ausstellung.

Nähere Informationen finden Sie unter www.bund-naturschutz.de

Diese Ausstellung wird vom Bayerischen Umweltministerium gefördert.